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Evangelische Kirche Karlsruhe
„In einem christlichen Volk soll es keine Armut und keine Bettelei geben, sondern Fürsorge und soziale Verantwortung, damit Armut und Bettelei gar nicht erst entstehen.“
Als eine Folge von Luthers Reformation hörten viele Menschen damals auf, Messfeiern für ihre verstorbenen Angehörigen zu kaufen oder für ihr Seelenheil Stiftungen an die Kirchen zu machen. Damit versiegte eine große kirchliche Einnahmequelle. Außerdem verließen zahllose Mönche und Nonnen ihre Klöster und kehrten ins bürgerliche Leben zurück. Das führte an vielen Orten dazu, dass Klöster geschlossen werden mussten.
 
Damit entstanden gesellschaftliche Probleme, denn die kirchlichen Einnahmen waren zu Teilen für Klosterschulen und für die Armenfürsorge verwendet worden. Zudem waren Klöster Orte, an denen Menschen in Notsituationen Hilfe finden konnten.
 
Luther erkannte diese Probleme frühzeitig und setzte sich seit 1520 konsequent für eine Neuordnung des Schul- und Sozialwesens in der Verantwortung des Adels, der Städte und der Bürger ein, damit die frei gewordenen Geldmittel nicht zu deren Bereicherung, sondern zur Vermeidung oder Linderung von Not genützt würden. So trug er zur Entstehung sozialer bzw. diakonischer Einrichtungen bei, die bis heute ein Eckpfeiler unserer Gesellschaft sind.

 
Heiner – einer von uns
„Heiner“ ist ein regelmäßiger Gast der Bahnhofsmission. Er ließ seinen Kopf zwar modellieren, möchte aber anonym bleiben. Susanne Daferner, Leiterin der Bahnhofsmission: „In der Bibel heißt es: ´Klopfet an, so wird euch aufgetan´ – und so verstehen sich die Bahnhofsmissionen. Wer immer um Hilfe nachfragt, wird eingelassen. Wenn dieser Mensch durch unsere Zuwendung und Anteilnahme etwas gestärkter und zuversichtlicher wieder geht, haben wir unseren Auftrag erfüllt. Luther prangerte mutig Missstände an, war unbequem, so wie wir es sein müssen, um für Schwache und Hilfsbedürftige einzutreten.“

Veranstaltung zum Thema
28. April 2017, 14:00 Uhr:
„Fürsorge im Sinne Luthers“
Gottesdienst mit Präsentation und Übergabe der Büste „Heiner“,
zusammen mit dem „Tag der Bahnhofsmission“, im Hauptbahnhof Karlsruhe

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Evangelische Kirche Karlsruhe
Ein Projekt der Evangelischen Kirche in Karlsruhe. Unter Leitung der Stadtkirche Karlsruhe,
Pfarrer Dirk Keller. Evangelisches Pfarramt der Alt- und Mittelstadtgemeinde,
Kreuzstraße 13, 76133 Karlsruhe, Telefon: 0721 - 9 20 49 16, Telefax: 0721 - 20 53 82,
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