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Evangelische Kirche Karlsruhe
„Die Seele des Menschen ist ein ewiges Ding gegenüber allem, was zeitlich ist. Darum darf sie nur mit dem ewigen Wort und nicht mit menschlichen Gesetzesvorschriften und altgewohnten Traditionen regiert und angefasst werden.“
Mit der Seele des Menschen ist das so eine Sache. Sie ist ein zartes, leicht verletzliches Gebilde. Manche Anatomen oder Pathologen suchen sie immer noch irgendwo im menschlichen Körper, heute vorzugsweise im Gehirn – wahrscheinlich weiterhin vergeblich.
 
Die Seele des Menschen ist so etwas wie seine Ansprechbarkeit für das wirklich Wichtige im Leben. Dazu gehören die Gefühle, die Mitmenschen, und dazu gehört vor allem Gott. Wer sich von Gott ansprechen lässt, kann spüren, dass in ihm etwas Ewiges angelegt ist, das mit dem Tod nicht vergeht. Damit sollte man schon im Leben behutsam und sensibel umgehen – bei sich selbst und bei anderen. Gute, verständnisvolle Worte sind dafür besonders geeignet.
Martin Luther über die Aufgabe des Seelsorgers
„Nächst der Predigt des Evangeliums ist die vornehmste Aufgabe eines guten Seelsorgers, dass er an die Armen denke.“
Seelsorger sind für Luther zuerst Prediger, und zwar solche, die verständlich, ehrlich und kurzweilig reden, sodass man ihnen gerne zuhört und etwas lernen kann. Daneben betont Luther die Seelsorge, die zugleich Leibsorge ist, und die wir heute „Diakonie“ nennen. Und dann kennt Luther auch noch die ganz persönliche Seelsorge, mit der ihm seine Ehefrau Käthe immer wieder aus seinen Depressionen geholfen hat. Ihm selbst gelang es ihre Sorgen zu verstehen und neue Zuversicht zu geben. Dabei bedienen sich beide gerne des Stilmittels der Übertreibung, durch das sie scheinbar die Schwermut oder die Schwarzseherei des anderen bestätigen, ihn oder sie dabei aber in Wirklichkeit ein wenig auf den Arm nehmen, sodass der andere schließlich über sich selbst lachen muss.
 
Katharina Luther – eine von uns
Katharina von Bora war Luthers Ehefrau und zugleich seine Seelsorgerin. Ihr vertraute er und sie war seine Krankenpflegerin, denn der Reformator litt unter Nierensteinen und Gallenkoliken. Die Diakonissen im Rüppurrer Krankenhaus haben in diesem Geist Patienten an Leib und Seele geholfen. Sie sind „geistige Schwestern“ Katharina Luthers.

Veranstaltungen zum Thema
9. April 2017, 10:00 Uhr:
„Katharina von Bora – eine von uns“
Gottesdienst mit Präsentation und Übergabe der Büste,
in der Kapelle des Diakonissenkrankenhauses Rüppurr
 
25. Mai 2017, 10:00 Uhr:
„Jahresfest Diakonissenkrankenhaus“
Gottesdienst mit Festvortrag von Prof. Dr. Wilfried Härle,
Diakonissenkrankenhaus Rüppurr

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Ein Projekt der Evangelischen Kirche in Karlsruhe. Unter Leitung der Stadtkirche Karlsruhe,
Pfarrer Dirk Keller. Evangelisches Pfarramt der Alt- und Mittelstadtgemeinde,
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