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„Ein Richter muss vor allem rechtschaffen sein, aber nicht nur rechtschaffen, sondern auch weise, gescheit, ja auch kühn und tapfer. Denn wer alle Streitfälle recht richten und mit dem Urteil durchgreifen soll, wird oftmals gute Freunde, Verwandte, Bekannte, Reiche und Mächtige erzürnen, die ihm viel nützen oder schaden können. Darum muss er geradezu blind sein, Augen und Ohren verschließen, nichts sehen oder hören als das, was unmittelbar zur Sache gehört, und danach sein Urteil fällen.“
Ein Grundsatz Luthers für jedes Gemeinwesen lautet: „Niemand soll in eigener Sache Richter sein.“ Dann stellt sich aber die Frage: wer stattdessen? Die Antwort ist so trivial wie plausibel: Es sind die Organe der Rechtspflege, allen voran die Richter. Bei schweren Konflikten verweist Luther die streitenden Parteien, auch die politischen Autoritäten (Fürsten, Könige und den Kaiser), auf den Rechtsweg. Er vertraut auf die Stärke des Rechts als wirksamstes Mittel gegen das Recht des Stärkeren. Das schließt freilich große Erwartungen an eine unbestechliche Justiz ein, zumal Luther sich dessen bewusst war, welche Versuchungen es auch in diesem Bereich gibt. Im Hinblick darauf darf man es als einen Segen bezeichnen, wenn ein Staat nicht nur dem Namen nach, sondern tatsächlich ein Rechtsstaat ist – damals wie heute.

 
Klaus Schroth – einer von uns
Auch Rechtsanwalt Klaus Schroth ist überzeugt: „Das Recht ist die Grundlage zur Ordnung eines Zusammenlebens in der Gesellschaft mit dem Ziel, den Rechtsfrieden zu bewahren oder wiederherzustellen. In diesem Zusammenhang hat im Strafrecht der „Täter-Opfer-Ausgleich“ eine großer Bedeutung. Für den auf diesem Gebiet tätigen Juristen gilt es, in geeigneten Fällen zu vermitteln und damit zu versuchen, den Rechtsfrieden wiederherzustellen.

Veranstaltung zum Thema
7. Juni 2017, 15:00 Uhr:
Präsentation der Büste zum Thema „Recht“,
Bibliothek des Oberlandesgerichts, Hoffstraße 10, Eintritt frei

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Ein Projekt der Evangelischen Kirche in Karlsruhe. Unter Leitung der Stadtkirche Karlsruhe,
Pfarrer Dirk Keller. Evangelisches Pfarramt der Alt- und Mittelstadtgemeinde,
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